Geburt: Gedichte zur Geburt

Auf dieser Seite findest du wunderschöne Gedichte und Verse von berühmten Personen oder aus dem Volksmund rund um die Geburt eines neuen Kindes.

Alle Gedichte zur Geburt


Vor allen Kindern, die uns begegnen,
sollten wir uns tief und ehrfurchtsvoll verneigen;
sie sind unsere Herren, für sie arbeiten wir.
Ein Kind in der Hütte ist mehr als ein Greis auf dem Throne.
Schon darum muss man suchen, Vater zu werden,
um Kinder ohne Neid betrachten zu können.

   — Ludwig Börne
Jetzt wisst ihr, wie es ist, sonntags um fünf aufzustehen
und samstags schon um sieben ins Bett zu gehen.
Ein Königreich für einen Schnuller einzutauschen
und dem leisen Atem eines kleinen Kindes zu lauschen.
Ihr kennt das Gefühl, ein nasses Kind in ein Handtuch zu wickeln
und es danach zum Kuscheln an sich zu drücken.
Euch ist wieder eingefallen, wie unsagbar widerlich Haare waschen ist
und dass ihr es trotzdem irgendwie hinkriegen müsst.
Bald werdet ihr fühlen, wie Herz zerreißend ein Abschied am Kindergarten ist
und man den kleinen Zwerg dann den ganzen Tag über vermisst.
Wie es ist, wenn sich eine kleine Hand in die eigene schiebt
und jemand sagt, Mama und Papa, ich hab euch so lieb.
Ihr werdet Monster verjagen, die nur Kinderaugen sehn
und des öfteren nachts mit der Kleinen auf's Töpfchen gehn.
Ihr werdet ein krakeliges Gewirr aus Strichen und Kreisen
für wunderschön und etwas ganz besonderes heißen.
Ihr werdet Pflaster auf Wunden kleben, die gar keine sind
und unmögliche Fragen beantworten, eurem kleinen Kind.
Spielzeug aus Nase und Ohren raus machen.
und bei 40 Grad Fieber ganze Nächte durchwachen.

Aber ihr werdet auch dankbar leuchtende Kinderaugen sehn
und die Welt auf einmal ganz anders verstehn!

   — Susan Richter
Ein Schwesterchen hurra, ein Schwesterchen ist da!
Nun wollen wir es schützen vor Dieben und vor Blitzen!
Wir kochen ihm ein Süppchen und schenken ihm ein Püppchen.
Wir wollen ihm im Leben all unsre Liebe geben!
Mama, Papa, die Verwandten,
alle, die Dich noch nicht kannten,
haben sich sofort verliebt
und sind froh, dass es Dich gibt.
In unserer Mitte ist Dein Platz,
sei willkommen kleiner Schatz!
Und als das Kind geboren war,
sie mußten der Mutter es zeigen;
da ward ihr Auge voll Tränen so klar,
es strahlte so wonnig, so eigen.
Gern litt ich und werde, mein süßen Licht,
viel Schmerzen um dich noch erleben,
Ach! Lebt von Schmerzen die Liebe nicht,
und nicht von Liebe das Leben?

   — Adalbert von Chamisso

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