Die häufigsten Fragen

Foto:  Das Stillen: Die häufigsten Fragen
Noch Fragen zum Thema Stillen - hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen und Stillproblemen.

Allgemeine Fragen

  • Welche Stilleinlagen soll ich nutzen?
    Einfache Frage, einfache Antwort: Die Einlage, die dir am besten gefällt. Qualitative Unterschiede, z. B. zwischen wiederverwendbaren und Einmal-Stilleinlagen sind keine festzustellen, nutze einfach das Produkt, mit dem du am besten klarkommst. Lediglich Stilleinlagen mit Plastikschicht sind nicht zu empfehlen, da sich hier die Luft und damit Feuchtigkeit stauen kann.

  • Wie soll ich meine Brust pflegen?
    Eine besondere Pflege braucht die Haut deiner Brüste während der Stillzeit nicht. Der Brustwarze tut es gut, wenn sie nach dem Stillen an der Luft trocknen kann - wenn möglich, sollst du sogar 1-2 Mal pro Tag oben ohne herumlaufen. Auch ein kurzes Sonnenbad ist eine Wohltat für deine Brüste. Speichel- und Milchreste brauchen nicht abgetupft zur werden, sie wirken sogar hautpflegend! Cremes, Duschgel oder Öle solltest du in der Stillzeit auf den Brüsten besser nicht verwenden. Warmes Wasser zum Abwaschen reicht völlig aus.

  • Ich habe zuviel/zuwenig Milch
    Keine Sorge, das Zusammenspiel zwischen Angebot und Nachfrage passt sich immer automatisch den Bedürfnissen des Kindes an - dadurch kannst du manchmal zuviel oder zuwenig Milch für das Baby haben. Wenn du abpumpst, ist es wichtig, das du immer nur soviel abpumpst bzw. ausstreichst, das deine Brust nicht mehr gespannt ist. Wenn du zuviel abpumpst, versteht dein Körper das als Signal, für die nächste Mahlzeit noch mehr Milch zu produzieren. Produzierst du generell zuviel Milch, kann dir eine halbe Tasse Salbeitee helfen (Salbei bremst die Milchproduktion etwas). Auch kühle Kompressen (z. B. ein Waschlappen auf der Brust) vermindern die Milchproduktion.


Was darf ich zu mir nehmen?

  • Darf ich in der Stillzeit Kaffee oder Tee trinken?
    Solange du es nicht übertreibst, kannst du ruhigen Gewissens Kaffee oder Tee genießen: Zwei bis drei Tassen am Tag sind kein Problem. Ist dein Baby aber sehr empfindlich, kann es aber bereits auf diese Menge an Koffein/Teein reagieren! Natürlich zählt die Koffeinmenge in anderen Getränken wie Cola, Eistee usw. mit.

  • Darf ich Alkohol trinken oder rauchen?
    Alkohol in sehr geringem Maße ist während der Stillzeit möglich. Aber mehr als ein kleines Glas Bier oder ein Glas Sekt pro Tag sind tabu! Alkohl geht sehr schnell in die Muttermilch über und kann den Milchfluss hemmen. Trinke - wenn überhaupt - den Alkohol bitte auch nicht direkt vor dem Stillen, sondern danach oder wenn du Milch abgepumpt hast.

    Nikotin ist sehr schädlich für dein Kind! Neben dem Nikotin in der Muttermilch leidet das Baby auch an den Schadstoffen, die in der Luft (Passivrauchen) schweben oder an deiner Kleidung haften. Dadurch können zahlreiche Erkrankungen (speziell Asthma) bei deinem Kind hervorgerufen werden!

  • Kann ich Medikamente einnehmen?
    Fast alle Medikamente enthalten Wirkstoffe, die auch direkt in die Milch übergehen. Daher ist in der Stillzeit große Vorsicht geboten. Bitte nimm nicht auf eigene Faust Medikamente ein. Informiere dich unbedingt bei deinem Arzt darüber, was du in der Stillzeit einnehmen darfst.

  • Soll ich nur noch Bioprodukte zu mir nehmen?
    Auch wenn jede Mutter ihr Kind so schadstoffarm wie möglich ernähren will, ist der ausschließliche Konsum von Bioprodukten nicht nötig. Es gibt natürlich viele Gründe, die für Bioprodukte sprechen - aber auch mit herkömmlichen Nahrungsmitteln läufst du nicht Gefahr, dein Kind während des Stillens mit Schadstoffen zu gefährden.

  • Bringen Stilltees mir Vorteile?
    In Stilltees (auch Milchbildungstees genannt) sind Kräutermischungen enthalten, die meist auf Fenchel, Kümmel und Anis basieren. Ob diese Kräutermischungen wirklich das Stillen bzw. die Milchproduktion unterstüzten ist umstritten. Einige Mütter schwören zwar darauf, andererseits gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis für eine milchfördernde Wirkung. Wenn dir eine schöne Tasse Tee gut schmeckt und dir gut tun, trinke ruhig 1-3 Tassen pro Tag. Wenn du keinen Kräutertee magst, kannst du aber auch problemlos darauf verzichten :)

  • Warum hat mein Baby einen wunden Po?
    Höre nicht auf die ganzen überholten (wenn auch gutgemeinten) Ratschläge, in der Stillzeit auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Zwar solltest du Zitrusfrüchte, säurehaltige Getränke und stopfende Lebensmittel im Übermaß vermeiden, aber in Maßen kannst du während der Stillzeit alles essen, worauf du Lust hast. Hast du den Eindruck, das dein Kind auf ein bestimmtes Lebensmittel negativ reagiert, lasse diese Speise einfach weg - eventuelle Beschwerden verschwinden dann innerhalb eines Tages. Aber meist handelt es sich bei einem wunden Po oder Blähungen in Verbindung mit einer bestimmten Speise meist um ein zufälliges Zusammentreffen.

Mein Baby hat Probleme

  • Mein Baby schläft im Stillen ein
    Wenn du das Gefühl hast, das dein Baby dauernd und lange schläft und dadurch zu wenig trinkt, musst du die wöchentliche Gewichtszunahme beobachten. Auch die Zahl der nassen Windeln ist ein wichtiger Indikator, ob dein Baby zuviel schläft und daher nicht genug Nahrung zu sich nimmt. Wenn dein Kind tatsächlich nicht so schnell zunimmt wie es soll, musst du es regelmässig zum Stillen wecken. Massiere dazu alle zwei Stunden sanft die Füße des Babys oder wickel es, damit das Kind aufwacht. Stille dein Baby dann mindestens eine Viertelstunde lang an einer Brust, bevor du die Stillposition wechselst und deinem Kind dann die zweite Brust anbietest.

  • Mein Kind will nur an einer Brust saugen
    Wenn dein Kind nur an einer Brust saugen will oder das Stillen nur an dieser Brust gut klappt, musst du mit Tricks arbeiten :) Schläft dein Baby regelmässig an einer Brust ein, so biete ihm bei der nächsten Mahlzeit nur die andere, nicht leergetrunkene Brust an. Klappt das Anlegen nur an einer Brust, versuche dem Baby die andere Brust schmackhaft zu machen, indem du hier die Stillposition veränderst oder indem du das Baby, ohne die Position zu verändern, langsam zur anderen Brust rüberschiebst.

  • Mein Baby will plötzlich nicht mehr trinken
    Wenn das Stillen eine Zeitlang problemlos geklappt hat und dein Baby aber auf einmal seinen Kopf wegdreht und deine Brust verschmäht, spricht man von einem Stillstreik. Dabei hat das gar nichts mit dem Hunger des Babys oder der Qualität deiner Milch zu tun, in den meisten Fällen verunsichert etwas anderes das Baby. Überprüfe bei dir, ob du irgendetwas geändert haben - ob du z. B. ein (neues) Parfum einsetzen, das Duschgel gewechselt hast oder Medikamente zu dir nimmst. Manchmal streiken Babys auch, weil sie Soor, also eine Pilzinfektion im Mund haben. Oder spüren, dass Mama unruhig und abgespannt ist. Übergangsweise kannst du deine Milch dann auch abpumpen und dein Baby mit Löffel oder Becherchen füttern.

  • Mein Kind ist beim Stillen sehr unruhig
    Bleib geduldig, wenn dein Baby das Stillen oft unterbricht oder nur noch an deiner Brust nuckelt, ohne wirklich zu saugen. Auch sind die meisten Babies abends zwischen 18 Uhr und 23 Uhr generell recht unruhig, weil sie einen anstrengenden Tag hatten oder weil sie erstmal all die neuen Eindrücke verarbeiten müssen. Häufig suchen Babies dann die mütterliche Brust nur als Trostspender und nicht weil sie wirklich hungrig sind. Nimm das Baby dann auf den Arm, wiege es sanft hin- und her und laufe ein wenig in der Wohnung herum, um den Säugling zu beruhigen. Wenn die Babies etwas älter (1-2 Monate) geworden sind, sollte die Unruhe langsam von selbst verschwinden.

Webseiten zum Thema Stillen

Auf folgenden Seiten findest du weitere Informationen rund um das Thema Stillen:

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