Kinder und Fotografieren

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Fotografieren ist etwas Tolles: Man kann schöne Momente festhalten, künstlerisch tätig sein und seine liebsten Personen und Dinge in Szene setzen.

Wunderwelt Fotografieren - der Einstieg

In fast jedem Kind kommt irgendwann einmal der Wunsch auf, eigene Fotos zu machen. Die Welt der Kinder ist bunt, lustig und abwechslungsreich, da lohnt es sich fast immer, die schönsten Momente festzuhalten - Jahre später sind viele dieser Fotos eine tolle Erinnerung an die gute, alte Zeit.

Der Einstieg in das Fotografieren geschieht meist ganz von selbst: Die Kinder sehen wie ein Foto gemacht wird und es dann auf dem Display erscheint. Mehr braucht es nicht, um die Neugierde anzufachen und kaum ein Kind wird dann nicht sagen: “Ich will auch Foto machen!”. Anfangen kann man auch damit, dass man selbst mehrere schöne Fotos vom Kind macht und ihm diese dann zeigt.

Erkläre deinem Kind dann nur die allerwichtigsten Dinge zu deiner Kamera:

- Wie soll die Kamera gehalten werden (sicherer Halt, Zeigefinger beim Auslöser, keine Finger vor der Linse)
- Wo ist der Auslöser zum Foto machen
- Wie kann das letzte Foto auf dem Display angezeigt werden

Hat dein Kind die Kamera im Griff, wird es die nächste Zeit vermutlich so viele Fotos machen, wie es der Speicherplatz zulässt und dann zu dir kommen, um die neuesten Werke gemeinsam zu begutachten. Lobe dein Kind - erkläre warum manche Fotos nichts geworden sind (zu dunkel, unscharf) und versuch trotzdem mit deinem Kind auch die misslungenen Versuche zu würdigen (“Aber das sieht doch aus wie …”) - so regst du den kreativen Prozess weiter an und demotivierst dein Kind nicht mit Fehlern. Noch ein Tipp: Wenn du von deinem Schützling fotografiert wirst, mach am Besten lustige Grimassen oder ein paar merkwürdige Posen, die dem Kind Spaß machen.

Fotomotive mit Kindern suchen und finden

Kinder sind klein und sie suchen interessante Motive anders, als wir Erwachsene. Gebäude oder landschaftliche Panoramen sind nicht so interessant, die kleine Gänseblume am Kanaldeckel ist dagegen 20 Fotos aus jeder (un)möglichen Perspektive wert. Kinder orientieren sich meist am Boden und suchen bis in Augenhöhe nach Motiven. Das musst du berücksichtigen, wenn ihr gemeinsam auf Motivsuche seid.

Hilf deinem Kind dabei Motive zu entdecken! Wenn es Autos mag, bietet sich der Besuch einer Autoausstellung an. Wenn es Tiere liebt, empfiehlt sich ein ausgedehnter Zoobesuch und wenn es die Natur mag, empfehlen wir einen Spaziergang im Wald, an einem Flussufer oder einen Park. Die Welt steckt voller Motive, und Kinder entdecken unheimlich gern - es wird nicht lange dauern, und dein Kind beginnen, einen eigenen Fotostil zu entwickeln.
Wenn der kleine Fotograf schon etwas älter ist, kann man es eventuell auch an ein einfaches Fotobearbeitungsprogramm heranführen.

Die eigene Kamera

Wenn das Kind wirklich vom Fotografieren begeistert ist und sich vielleicht sogar eine eigene Kamera wünscht, kannst du in Erwägung ziehen, eine Kinderkamera zu kaufen. Aus eigener Erfahrung weiß die Autorin, dass die Kidizoom Modelle von Vtech sich gut eignen, da sie robust sind, für Kinderhände konzipiert wurden und neben dem Fotografieren und Filmen auch noch kleine Minispiele und kleine Gimmicks oder sogar einen integrierten Musikplayer beinhalten. Aber auch das alte Handy von Papa oder Mama reichen vollkommen aus, wenn sie eine Fotofunktion besitzen. Spiegelreflex- und andere semiprofessionelle Geräte haben dagegen in kleinen Kinderhänden nichts zu suchen (und sind sowieso viel zu schwer und zu komplex zu bedienen)

Fotokurse für Kinder

Ein weiterer Weg, Kinder in Sachen Fotografie zu fördern, ist ein Fotokurs. In manchen Städten gibt es eigens für Kinder Fotokurse, die die Kleinen mit Ihren Eltern besuchen können. In solchen Kursen lernen die Kinder, mit Kameras umzugehen, Motive zu finden und verschiedene Techniken zum Fotos schießen.

Eine Alternative zu einem Fotokurs in deiner Nähe ist ein Fotokurs im Netz - so zum Beispiel dieser liebevoll erstellte Kurs, der dein Kind mit den nötigen (technischen) Grundlagen versorgt und sie spielerisch an das Fotografieren heranführt.

Für Kinder und Jugendliche gibt es auch ein tolles Buch, dass kindgerecht in die Fotografie einführt.

Das Fotobuch

Eine der schönsten Dinge, die man als Kind machen kann, ist es, die Kamera zum Beispiel mit in den Urlaub zu nehmen und Fotos von der Familie zu schießen - und diese dann in einem Fotobuch beispielsweise an Oma und Opa zu schenken. Ein solches Fotobuch ist ein individuelles Geschenk, dass auch noch Jahre später viel Freude bringt. Hilf deinem Kind dabei, eines zu erstellen: Du brauchst (hochwertiges) Papier, einen Locher, Schnur, ausgedruckte Fotos und Kleber. Fotos kann man im dm-Drogeriemarkt direkt von Handy oder Kamera kostengünstig ausdrucken lassen, wenn man selbst keinen Fotodrucker besitzt. Lass nun dein Kind seine ausgedruckten Fotos auf das Papier kleben und die Seiten lochen und die Schnur durchziehen, um das “Buch” zu binden. Jetzt kann es die Seiten noch beschriften und verzieren - und fertig!

Wenn du als Erwachsener ein Buch selbst binden möchtest, findest du bei Wikihow eine etwas umfangreichere Anleitung.

Wer kein eigenes Fotobuch basteln möchte, kann aber auch auf kommerzielle Angebote ausweichen - sowohl offline z. B. im Drogeriemarkt deiner Wahl oder auch im Internet beispielsweise bei happyfoto.at.

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