Bislang sind etwa 100 Fälle von körpereigenen Nabelschnurblut-Transplantationen bekannt. Bereits 1999 wurde einem Kind mit einem Neuroblastom in Brasilien mit dieser Methode geholfen. Neben Erkrankungen wie ein Neuroblastom oder Retinoblastome sind auch Fälle von Knochenmarksversagen, Diabetes (Typ 1) und frühkindliche Hirnschäden mit eigenem Nabelschnurblut behandelt worden.
Aber die Konservierung von eigenem Nabelschnurblut zur privaten Vorsorge wird heutzutage noch kontrovers diskutiert - zu unwahrscheinlich ist die Tatsache, das eigene Stammzellen noch im Kindesalter benötigt werden. Auch daher kommt deutliche Kritik von Gerhard Ehninger, dem "Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie", der das Geschäft mit Einfrieren von Nabelschnurblut für reine "Geschäftemacherei" hält. Da sich im Blut der Nabelschnur aber auch sog. pluripotente bzw. proliferationsfähige Stammzellen befinden, gibt es andererseits Anlass zur Hoffnung, dass sich daraus in der Zukunft spezielle Gewebe oder Zellverbände zur Behandlung schwerer Erkrankungen züchten lassen. Auch neue, stammzellbasierte Behandlungsformen könnten sich so entwickeln lassen.
Die Eigenkonservierung von Nabelschnurblut ist kostenpflichtig, die Kosten betragen in Deutschland ungefähr 2.000 bis 2.500 Euro, inklusive der ersten zwanzig Lagerjahre. Nur das Kind bzw. die Eltern haben Zugriff auf diese Stammzellen.
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