Zu 90% wird das Wachstum eines Kindes von den Genen festgelegt. Die restlichen 10% werden von den jeweiligen Lebensumständen wie Ernährung, Stressfaktoren und Luftqualität festgelegt. Übrigens wird auch die Geschwindigkeit und der Zeitpunkt des Wachsens genetisch vererbt - manche Kinder sind mit 10 Jahren kleiner als ihre Altersgenossen - nur um sie dann mit 18 Jahren um einen Kopf zu überragen.
Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind die Menschen immer größer geworden - aber diese Entwicklung verlangsamt sich nun! Noch sind 7- bis 10-Jährigen heutzutage 1 bis 1,5cm größer als noch in den 70er Jahren. Die Größe der Neugeborenen zwischen 1984 und 2000 veränderte sich dagegen nur geringfügig um +0,2cm. Das bedeutet, dass sich die Wachstumsgeschwindigkeit im Kindesalter erhöht hat - aber die Menschen werden weiterhin nicht größer geboren. Nach der Pubertät ist der Unterschied im Wachstum von früher zu heute nicht mehr so ausgeprägt.
Interessant ist auch, das es ein Nord-Süd-Gefälle gibt - es gibt bei einer langfristigen Messung tatsächlich einen Unterschied, ob man norddeutsche oder süddeutsche Kinder vermisst.