Das DIY-Prinzip bei Kleidung

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Nähen ist seit langer Zeit ein praktischer und kultureller Bestandteil unserer Geschichte.

Warum selbst nähen?

Gerade wenn man Kinder hat oder eines erwartet, stellt sich oft die Frage, ob man nicht vielleicht mal etwas selbst nähen könnte. Warum man schließlich damit anfängt, kann dann durchaus ganz unterschiedliche Beweggründe haben. Wer keinen oder nur kaum Spaß an der Handarbeit hat, wird kaum zu Nadel und Garn greifen, denn Spaß ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei dieser zeitintensiven Beschäftigung.

Gerade bei Schwangeren beispielsweise kann es oft mal passieren, dass die standardisierte Mode von der Kleiderstange nicht wirklich gut sitzt oder furchtbar unmodisch aussieht. Nicht selten bastelt man sich also sein ganz eigenes Outfit, das man individuell an seine Statur anpassen kann - wie du zum Beispiel auf dieser Webseite mit vielen Schnittmustern u. a. für Schwangerschaftsmode sehen kannst.

Und sowohl für Kinder als auch für Mama (und Papa) gibt es eine ganze Reihe an tollen Accessoires, von Tempopackung-Taschen über Handybeutel bis hin zu Kissenbezügen und vielem mehr. Das ist das Schöne am Nähen: es sind einem kaum Grenzen gesetzt. Lass dich doch mal zu einer ganz anderen Näh-Idee inspirieren!

Wenn man sein Kind nicht in der typischen Kindermode rumlaufen lassen möchte; wird schnell ein auffallendes Einzelteil geschneidert. Genauso bei den jährlichen Faschingskostümen oder Mottogeburtstagsfeiern: Das eigene Kind soll das tollste Kostüm tragen, worauf die Mama stolz sein kann und den Neid der anderen Kinder auf sich zieht. Tolle Schnittmuster für Faschingskostüme findest du auf schnittmuster.co.

Aber auch aus einem gewissen Verantwortungsbewusstsein heraus greifen immer mehr Eltern zum Do-it-yourself. So kann man Stoffteile aus alter Kleidung nochmal wiederverwerten oder verarbeitet nur fair gehandelte Stoffe in Eigenarbeit zu Teilen für das Kind oder sich selbst. Gerade bei kleinen Reparaturarbeiten, wie Socken stopfen oder das Vernähen von Löchern in der Kleidung, sollte man sich für die Selfmade-Methode entscheiden – anstatt immer wieder neue Teile zu kaufen. Oft kann man die scheinbar kaputten Kleidungsstücke noch "retten" und noch weitertragen oder zumindest anderweitig zu nutzen.

Besonders Spaß macht es, seinem Kind einen selbstgemachten Teddybären oder einen lustigen Sockenaffen zu schenken!


Selber Nähen als günstige Alternative?

Die verschiedenen eben genannten Gelegenheiten zum Selbernähen zeigen, dass sich nicht pauschal von einer Kostenersparnis durch das Nähen ausgehen lässt. Um aber richtig Nähen zu können, muss man nicht nur entsprechende Kosten für die Stoffe einplanen, die mit der Qualität selbstverständlich steigen. Es sind auch erhebliche Anfangskosten zu entrichten: Eine Nähmaschine ist nicht günstig, weitere Utensilien wie Schere, Nadel, Faden, Knöpfe, Reißverschlüsse etc. müssen gekauft werden. Schneiderpuppen oder Torsos können das Abstecken erleichtern, sind aber kein Muss. Hier können sich die Kosten natürlich schnell summieren.

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob Nähen wirklich seine Sache ist, kann sich eine Nähmaschine von Freunden oder Verwandten ausleihen und sich eine Weile daran versuchen - sie sind einfach aufzubauen. Die Stoffe müsste man sich dann noch selbst dazukaufen. Wer sich dann dazu entschließt, eine Nähmaschine anzuschaffen, sollte diese unbedingt vor dem Kauf testen. Gerade als Newcomer im Nähgeschäft sollte man sich sicher sein, dass man mit der Maschine zurechtkommt. Für optimale Beratung begibst du dich am Besten in ein Fachgeschäft. Die Mitarbeiter dort kennen sich aus und wissen, wobei es beim Kauf ankommt.

Und wenn man nicht zu viel Geld ausgeben möchte (für eine durchnittliche Maschine sollte man mind. 100 Euro einrechnen), kann sich auch eine aus zweiter Hand kaufen - vor dem Kauf aber unbedingt die Maschine am besten mit einer Fachfrau testen, ob sie noch funktioniert.

Darüber hinaus sollte man bedenken, dass Nähen auch einen Zeitfaktor aufweist. Wenn man neben dem normalen Familienbetrieb noch hier eine Hose oder da noch ein Kleidchen nähen möchte, muss das gut organisiert sein. Andererseits kann man dies auch als einen abwechslungsreichen Ausgleich ansehen, der einen vom ganzen Familienstress für kurze Zeit befreit und ablenkt. Mit den Jahren kommt außerdem immer mehr Übung hinzu, so dass du immer besser mit Nadel und Faden umgehen können wirst. Wer weiß, vielleicht entwickelst du dich ja zu einem wahren Meister des DIY-Prinzipes und kannst für deine Kinder und dich selbst komplizierte Kleidungsstücke wie Taufkleider, Anzüge oder sogar Dirndl herstellen.

Wie beginne ich mit dem Nähen?

Zunächst braucht man, wie bereits oben erwähnt, eine Nähmaschine, da das Nähen von Hand extrem zeitaufwendig und auch kompliziert ist. Den Stoff kann man sich frei aussuchen. Zu Anfang sind allerdings teure Stoffe nicht so geeignet, da einem immer wieder Fehler passieren können.

Dann benötigt man Garn für die Maschine, denn mit irgendetwas muss sie ja nähen können. Am besten geht man dafür ebenfalls in ein Fachgeschäft, dort gibt es eine große Auswahl verschiedenster Garne. Das Einfädeln in die Nähmaschine kann etwas kompliziert sein, aber meistens befindet sich irgendwo auf oder bei der Maschine eine Anleitung dafür. Auch braucht man eine Schere, um den Stoff zu schneiden, sowie eine weitere Schere für Papier (zum Beispiel für Schnittmuster). Wichtig hierbei ist, dass man die speziell für Stoff ausgelegte Stoffschere nicht für Papier verwendet, und die Papierschere auch nicht für Stoff, sonst werden die Scheren schnell stumpf.

Ein Maßband braucht man zum Abmessen der Längen, ein Geodreieck für die Winkel. Stecknadeln zum fixieren. Papier (zum Beispiel Zeitungspapier) für die Schnittvorlagen, Bleistift und Radiergummi zum Zeichnen, Schneiderkreide für Markierungen auf dem Stoff. Mit diesen Sachen kannst du schonmal einen Einstieg in das DIY-Nähen machen - der Rest kommt erst mit der Zeit und auch mit mehr Erfahrung.

Zu Beginn sollte man sich vielleicht nicht sofort an das Herstellen eigener Klamotten machen, sondern mit einfachen Projekten anfangen, wie zum Beispiel eckige Handtaschen, Kissenbezüge oder Schals, um ein Gefühl für das Nähen bekommen. Runde Schnitte sind dabei etwas schwierig.

Hier findest du ein wirklich tolles Video der YouTuberin Simply Jessy, in dem sie dir die benötigten Utensilien und den groben Anfang sehr gut erklärt:

Nähkurse

Nähkurse sind eine lohnenswerte Sache. Nicht nur zu Anfang können sie enorm hilfreich sein, sondern auch fortgeschrittene Näherinnen können viel Wissen und Tipps lernen und austauschen. Wer kein Geld dafür ausgeben möchte oder einfach keine Zeit hat, kann es sich auch von einem Freund oder einem Verwandten "abschauen”. Und natürlich bietet das Internet eine Fülle von guten Videos und Webseiten zum Thema Nähen wie z. B. die Seiten von tagtraeumerin.

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