Rollenspiele und ihre Bedeutung für Kinder

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Das Spielen ist ein sehr wichtiger Bestandteil einer jeden Kindheit.

Die Welt verstehen lernen - so helfen Rollenspiele bei der Entwicklung

Manchmal ist es selbst für Erwachsene nicht ganz leicht, sich in die Rolle eines Anderen hineinzuversetzen und Kinder müssen das eben ganz einfach noch lernen. Dabei geht es gerade für kleinere Kinder zunächst einmal um einfache "haushaltsnahe" Zusammenhänge. Wenn Kinder Puppen füttern, dann zeugt das von einem tieferen Verständnis für die Nahrungsaufnahme und für das, was Mama und Papa da mit dem Löffel Tag für Tag versuchen. Das geht bei Kindern schon ab einem Alter von etwa einem Lebensjahr los.

Mit zwei Jahren lässt sich dann beobachten, dass das Spiel nicht länger rein logisch bleib, sondern emotional wird. Dann sind Kinder bereit, ihre eigenen Gefühle im Spiel mit Puppen zu verarbeiten.

Das wird etwa in der Kindertherapie eingesetzt, wenn Kinder im Spiel mit der Puppe ihren Ängsten und Bedürfnissen freien Lauf lassen können. Ganz so dramatisch ist das emotionale Spiel mit der Puppe für die meisten Kinder aber nicht, es erfordert schließlich keine Verhaltensstörungen, um einfach mal Dampf im Spiel abzulassen und den Alltag besser zu verarbeiten.

Kinder können Emotionen auch im Spiel ausprobieren, auch das ist wichtig. Wenn bei Vater, Mutter, Kind das Kind weint, sind Spielpapa und Spielmama gefragt. Dann können sie ihre Empathie schulen und auch ihren Sorgen und Ängsten freien Lauf lassen. So lassen sich gerade Gefühle sachte dosiert ausprobieren.

Und während Mädchen gerne ihre Puppen fürsorglich behandeln und so tun als ob, was machen Knaben? In der Regel kommt der Griff zur Actionfigur erst später, die meisten Jungen im Kleinkindalter lassen ihre Gefühle mit Plüschtieren raus. Warum das so ist, ist nicht eindeutig geklärt, aber vermutlich ist es angeborenes und anerzogenes bzw. abgeschautes Verhalten in enger Wechselwirkung.

Ab etwa drei Jahren sind dann nicht nur dem Spiel keine Grenzen mehr gesetzt, sondern auch der Fantasie. Dann nämlich spielt die Wirklichkeit und Lebensrealität eine untergeordnete Rolle, andere Kinder werden einbezogen und die Rollenübergänge sind fließend.

Einfach, real, fantastisch - wie Eltern das Kinderspiel zum Kinderspiel machen können

Eltern sollten vor allem dafür sorgen, dass Kinder räumlich und zeitlich den Platz für Rollenspiele haben. Und natürlich sollte das Kinderzimmer auch so ausgestattet sein, dass Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen können. Dazu gehören Verkleidungen ebenso wie die richtige Ausstattung. Was Kinder gerne spielen, lässt sich beobachten, aber oft auch vorgeben. Ein Kaufmannsladen, ein Spieleherd oder ein Pupptentheater etwa können allesamt zum freien Spielen verleiten. Und bunte Faschingskostüme oder ausgemusterte Kleidung macht aus jedem Kind mühelos Kaufmann oder Prinzessin. Das Sortiment der Kinderkostüme und Zubehör von Jako-O für Jungen und Mädchen hält für diese Zwecke einiges bereit. Und wenn sonst noch etwas fehlt? Das kann auch schnell gebastelt werden. Gerade Spielzeuge, die sich auf unterschiedliche Art und Weise nutzen lassen, sind ideal. Denn davon profitiert vor allem die Fantasie der Kinder, die zum Ausprobieren, Umfunktionieren und Spinnen von Geschichten angeregt wird.

Gerade Spiele im Kasperletheater mit klaren Abgrenzungen zwischen gut und böse oder eine Rollenverteilung in Räuber und Gejagte schult bei Kindern ein Verständnis für richtig und falsch.

Im Spiel sollten Eltern keine zu großen Einschränkungen vorgeben und auch in Küche, Bad und Flur spielen lassen. Und natürlich müssen Eltern sich auch die nötige Zeit nehmen, mitzuspielen. Die Kinder werden dann schon ganz natürlich die Regie übernehmen und festlegen, in welche Rolle die Eltern schlüpfen dürfen. Das kann der Gast im Restaurant sein, das Krokodil im Kasperletheater oder der Chef im Kaufmannsladen. Mama und Papa müssen eben übernehmen, was gerade fehlt.

Ansonsten sollten Kinder gerade beim Spiel mit Freunden etwas Freiraum bekommen, damit die Fantasie sich entfalten kann. Das hat natürlich Grenzen, wenn akute Verletzungsgefahr besteht oder aber Kinder psychisch unter Druck stehen und im Spiel an eine Grenze gepresst werden

Ein neuer Standpunkt zum Spielen

Rollenspiele sind für Kinder einfach ein bedeutsamer Teil der eigenen Entwicklung, ein spielerisches Erproben von Grenzen, das tiefere Ergründen und Verstehen von Alltagsprozessen und schließlich auch das Entwickeln fantastischer Ideen und das Abstrahieren emotionaler und intellektueller Prozesse. Das alles liefert Kindern einen sicheren Raum, in dem sie sich erproben können und in dem sie ein Ventil für ihre Emotionen und Sorgen haben oder einfach nur das machen können, was ihnen richtig Spaß macht.

Eltern sollten deswegen das Rollenspiel bewusst fördern und ihren Kindern vor allem dabei helfen, mehr Kreativität im Spiel zu entwickeln. Das funktioniert am besten über vielseitige Angebote und gezielte Förderung der kindlichen Interessen.

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