Bauförderung für Familien

Bild von  Bauförderung für Familien
Spätestens wenn das zweite Kind das Licht der Welt erblickt, wächst bei den meisten Eltern der Wunsch nach einem Eigenheim.

Bauförderung: die Suche lohnt sich

2005 wurde die Eigenheimzulage vom Staat abgeschafft, was wiederum für viele Familien die Erfüllung ihres Traumes vom eigenen Haus in Gefahr bringt. Hier bieten jedoch die Kommunen Hilfe an. Denn immer mehr Städte und Ortschaften wollen den Zuzug von jungen Familien fördern und unterstützen bauwillige Eltern mit Fördermitteln. Unter dem Titel "Baugeld vom Bürgermeister" hat so zum Beispiel die Aktion "pro Eigenheim" im Internet eine Datenbank öffentlich gestellt, die rund 800 Kommunen verzeichnet, die weiterhin bauwillige Familien unterstützen. Die Art der Fördermittel reicht dabei von Krippenplatzgarantie bis hin zu einem bestimmten Betrag an Baukostenzuschuss oder Grundstücksverbilligung.

Fördermittel ausnutzen

Steht der Wunsch nach einem eigenen Heim fest, solltest du dich unbedingt über die einzelnen Förderprogramme der verschiedenen Kommunen informieren. In den meisten Fällen fördern Städte und Kommunen junge Familie, die sesshaft werden wollen mit vergünstigen Darlehen oder Vergünstigen beim Grundstückspreis. Ist das Angebot besonders verlockend, die Kommune jedoch außerhalb deines Arbeitsplatzes oder des deines Partners gelegen, könntest du jedoch auch Glück haben, den teilweise ist auch eine Pendlerpauschale im Paket der Fördermittel enthalten. Eine Übersicht über alle deutschen Kommunen, die Bauförderung für Familien anbieten findest du auf folgender Webseite:

Baugeld vom Bürgermeister: Die Datenbank
Die Kommunen vergeben darüber hinaus auch Fördermittel durch das Städtebauförderungsprogramm "Die soziale Stadt", das 1999 von Bund und Ländern ins Leben gerufen wurde. Besonders entwicklungsbedürftige Stadtteile und die darin liegenden Wohnungen werden so gefördert.

Wohnraumförderungsgesetz: spezielle Fördermittel für Familien

Im deutschen Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) ist festgelegt, dass Familien, die ihr Eigenheim oder die Wohnung modernisieren müssen Zuschüsse erhalten können. Das gilt in besonderem Maße dann, wenn das Kind aufgrund einer Behinderung oder anderen Einschränkung ein angepasster Wohnraum braucht oder die Wohnzustände nicht zumutbar sind. Die Art und Höhe der Fördermittel richtet sich dabei, unabhängig von den Angeboten der Kommunen und Städte, nach der Höhe der Einkommen der Familie. Um eine Förderung zu erhalten darf einen Einpersonenhaushalt das Jahreseinkommen von 12.000 Euro und ein Zweipersonenhaushalte das Jahreseinkommen von 18.000 Euro nicht überschreiten. Pro Angehörige, die ebenfalls zum Haushalt zählt, erhöht sich die Grenze um 4.100 Euro und pro Kind um 500 Euro. Jedoch können Familien auch mit Kulanz der einzelnen Bundesländer rechnen, denn je nach Kommune werden teilweise auch, trotz dem Überschreiten der Höchstgrenze, Fördermittel gewährleistet. Es macht also Sinn, dass du dich bei Förderbedarf noch einmal genauer bei deiner Kommune informierst. Darüber hinaus müssen die Anträge noch vor Baubeginn oder Modernisierungsbeginn gestellt werden, denn ist das Bauvorhaben schon in vollem Gange, werden keine Fördermittel mehr bewilligt. Wichtig ist auch, dass du alle weiteren Fördermittel, die du als Familie vom Staat bekommst, wie zum Beispiel das Elterngeld, offen legst und bei der Antragsstellung für Wohnraumförderung mit angibst. Zur neuen Berechnungsmethode des Elterngeldes findest zu übrigens bei finanzwirtschafter.de einen guten und ausführlichen Artikel.

Notwendige Schritte beim Immobililienkauf

Der Kauf einer Immobilie ist eine komplizierte Angelegenheit und kann oft ziemlich verwirrend sein. Es ist wichtig, sich einen guten Überblick zu verschaffen und die Hilfe von Experten zu beanspruchen. Zu Beginn ist es natürlich essentiell, sich für eine gute Immobilie zu entscheiden, die die eigenen Ansprüche erfüllt. Zu dem erwarteten Preis der Immobilie sollte man immer noch 4-6% dazurechnen, da man unter anderem auch die Kosten für den Immobilienmakler decken muss.

Wenn man sich für eine Immobilie entscheidet, sollte man einen Blick in das Grundbuch werfen, in dem allgemeine Daten, aber auch z.B. Verpflichungen gegenüber Dritten aufgelistet sind. Aus dem Grundbuch wird außerdem ersichtlich, ob ein anderer Interessent das Haus bereits für sich beansprucht hat.

Wenn alles passt, kontaktiert der Interessent den Verkäufer und handelt den genauen Preis für die Immobilie heraus.

Da es sehr unwahrscheinlich ist, das passende Bargeld im Geldbeutel zu haben, muss man unbedingt vor endgültiger Kaufzusage mit der jeweiligen Bank reden, um die Immobilie finanzieren zu können. Erst wenn die Bank die Zusage gibt, sollte man auch dem Verkäufer zusagen. Die Finanzierung ist oft komplex und unübersichtlich. Eine übersichtliche Darstellung liefert der Ratgeber zum Ablauf des Immobilienkaufs von Terrafinanz Wohnbau, hier findest du eine gute Übersicht und Tipps zum Thema Immobilienfinanzierung sowie sehr viele weitere und ausführliche Infos über den Ablauf eines Immobilienkaufs.

Wenn auch hier alles in Ordnung geht, macht man mit dem Verkäufer einen Notartermin, um den Kaufvertrag vorzulegen. Wichtig: die Notarkosten (~2% des Immobilienpreises) trägt der Käufer - trotzdem ist der Notar eine vollkommen neutrale Instanz. Nachdem der Käufer sich den Vertrag ausführlich und inklusive des evtl. Kleingedruckten angesehen hat, geht es gemeinsam mit dem Verkäufer zu einem weiteren Termin beim Notar. Ist alles beim Rechten, kann dann dort der Vertrag beurkundet werden.

Der Notar trägt nun die sogenannte Auflassungsvormerkung in das Grundbuch ein, die den Besitzerwechsel der Immobilie ankündigt und damit den Käufer rechtlich gesehen absichert.

Zu einem bestimmten Termin sind nun die Immobilien- und Notarkosten fällig. Du gibst nun das Darlehen der Bank an den Notar weiter. Die Zahlungsmethode kann sich je nach Vereinbarung unterscheiden. Nun schreibt der Notar das Grundbuch um, leitet die Summe an den Verkäufer weiter - und ab dem Zeitpunkt bist du ein Immobilienbesitzer!

Günstige Darlehen der KFW

Zusätzlich zur Bauförderung der Kommunen und Städte vergibt zum Beispiel auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank des Bundes, günstige Darlehen an Familien. Über das KfW-Wohneigentumsprogramm können Bauwillige auch ganz unabhängig vom Familienstand Förderung beantragen. Diese Darlehen werden auch zusätzlich zu schon in Anspruch genommenen Fördermitteln der Städte und Bundesländer vergeben. Wichtig ist jedoch, dass ihr euch genau über die Art der kommunalen Förderung informiert, denn teilweise bestehen diese Förderprogramme schon aus KfW-Mitteln und so ist ein zusätzliches Darlehen nicht möglich.

Mehr Informationen zur Bauförderung für junge Familien findest du unter folgenden URLS:

Fördermittel beantragen (von meineimmobilie.de)
Artikel über Fördermittel für Familien von focus.de

Teile diese Seite