Der Familienhund - was man wissen sollte

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Der Hund wird nicht umsonst als des Menschen bester Freund bezeichnet.

Alle müssen den Hund wollen

Nicht immer sprechen sich alle Familienmitglieder für einen Hund aus. Besonders wenn ein Elternteil Zweifel hat oder bewusst gegen die Anschaffung eines Hundes ist, sollte man ausführlich über die Bedenken sprechen und versuchen, sich zu einigen. Auch wenn das im schlimmsten Fall bedeutet, dass eben kein Familienhund angeschafft wird. Ein Hund ist ein Lebewesen und wie bei den uns uns anvertrauten Kindern sind alle miteinander für das Wohl und Glück verantwortlich – sind im Vorfeld schon Ängste oder Befürchtungen vorhanden, müssen diese erst ausgeräumt werden.

Gesundheitliche Aspekte

Bevor der Hund ins Haus kommt, kann ein Allergietest beim Hausarzt angeraten sein – insbesondere wenn die Kinder noch gar keinen oder wenig Kontakt mit Hunden hatten.Anderseits zeigen Studien, das Familienhunde für ein stabileres Immunsystem der Kinder sorgen können und die Gefahr von Allergien im Allgemeinen drastisch sinkt.

Auch ist erwiesen, das Hunde dabei helfen Streß abzubauen bzw. gar zu vermeiden. Kinder mit sozialen Schwächen profitieren besonders von Hunden, denn hier können sie eine völlig eigene Kommunikation zu einem anderes Wesen finden. Ein Hund benötigt immer klare Anweisungen und Befehle - das Kind lernt diese zu formulieren und deutlich auszusprechen. Die Formulierung eigener Wünsche hilft den Kids auch im Umgang mit Anderen.

Die Kosten

Tatsächlich muss man sich einen Hund leisten können – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen sollte man sich darüber klar sein, dass Hunde nicht günstig sind. Futter, Tierarztbesuche, Hundesteuer und Versicherung verusachen Kosten, die man nicht unterschätzen sollte. Zum anderen benötigt ein Hund auch viel Zeit. Es genügt auch nicht, das Gassigehen auf die Kinder zu übertragen – die Erziehung und das regelmässige „Auspowern“ obliegt weiterhin den Eltern. Ebenso sind Besuche beim Tierarzt oder in der Hundeschule recht zeitaufwendig.

Die Anschaffungskosten für einen guten Familienhund aus Züchterhand liegen bei 500 bis 2.000 Euro. Die Kosten für das Futter eines mittelgroßen oder großen Hundes liegen monatlich bei ca. 60 bis 90 Euro, kleine Hunde sind etwas günstiger. Pflicht ist ebenfalls die Hundesteuer, die je nach Stadt/Gemeinde von 15 bis 150 Euro monatlich ausmachen kann.

Als Hundehalter haftet man für sein Tier und wenn es einen Schaden anrichtet oder gar einen Unfall verursacht, ist man natürlich voll haftbar. Daher wäre es töricht, auf eine Hundehaftpflichtversicherung zu verzichten, die ca. 3 bis 15 Euro monatlich kostet (je nach Leistung).

Insbesondere bei jungen Hunden empfehlen wir den Abschluß einer Hundekrankenversicherung, die etwa 10 Euro monatlich kostet. So verliert der teure Tierarztbesuch seinen (finanziellen) Schrecken.

Verantwortung

Man legt sich nicht einen Hund zu und wartet dann ab, wie sich die Sache entwickelt. Es muss bereits im Vorfeld klar geregelt sein, welches Familienmitglied welche Aufgaben übernimmt. Vor allem die Eltern sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein – und nur die Eltern können den Aufwand, den ein Hund mit sich bringt, halbwegs realistisch abschtzen.

Tipp: Vielleicht habt ihr einen Hundehalter in der Verwandschaft oder im näheren Freundeskreis? Wenn ja, könnt ihr mal nachfragen ob es möglich wäre, den Hund für einige Tage auszuleihen. So kann man das Zusammenleben „unverbindlich“ ausprobieren!

Kinder müssen Verantwortung erst erlernen und sollten nicht gleich mit einem Großteil der Pflichten beauftragt werden. Kinder lernen nur durch gute Vorbilder, die Eltern müssen also immer mit gutem Beispiel vorangehen. Nur so werden aus den Kindern verantwortungsvolle Menschen und damit auch gute Hundehalter.

Der richtige Hund

Die Wahl des Hundes ist ein ungemein wichtiges Thema. Nur weil ein Hund niedlich aussieht, ist er nicht automatisch familientauglich. Man sollte sich daher Gedanken über die Rasse machen bzw. sich am besten mit den favorisierten Rassen genau auseinandersetzen. Auch die Größe des Hundes sollte gut bedacht sein, ebenso wie die vorhanden Räumlichkeiten. Treppensteigen ist zum Beispiel für keinen Hund auf Dauer gesund. Auch ob es ein Rassehund sein soll oder auch ein Mischling sein kann, ist eine wichtige Frage. In Kürze findest du hier eine Aufstellung der beliebtesten Hunderassen für Familien mit ihren jeweiligen Vorzügen.

Übrigens: Mit Hilfe des Internets, z. B. Local24.de ist es möglich, Hundezüchter sowie private Personen, die ihre erzogenen Hunde abzugeben haben, sicher ausfindig zu machen.

Man fährt übrigens auch nicht einfach zu einem Züchter oder Hundebesitzer und wählt kurzerhand ein Tier aus. Es bedarf eines geschulten Blickes, damit man sich am Ende für den richtigen Vierbeiner entscheidet. Wer noch nie zuvor einen eigenen Hund hatte, lässt sich am besten von einem Hundekenner begleiten. Dessen Unterstützung kann ungemein hilfreich sein.

Jungspund oder Erwachsen?

Leider ziehen Familien viel zu selten die Möglichkeit in Betracht, ältere Hunde von privaten Anbietern oder auch aus Tierheimen abzuholen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man immer wieder zu hören bekommt, alte Hunde könne man nicht erziehen. Dies trifft jedoch nicht zu. Vor allem wenn man solch einen Hund mit ruhigem Wesen findet, kann er der ideale Kandidat sein.

Ab in die Hundeschule

Mit der Hundeausbildung sollte umgehend begonnen werden, wenn der Hund ins Haus gekommen ist. Viele Familien warten leider zunächst ab, um nach etwa einem halben Jahr festzustellen, dass sie ihren Hund doch nicht unter Kontrolle haben. Gerade wenn man noch nie einen Hund hatte, ist der Gang zur Hundeschule oder zu einem Hundetrainer Pflicht.

Hundetrainer bilden übrigens letztlich nicht das Tier, sondern dessen Halter aus. Am besten ist es, die ganze Familie in die Ausbildung einzubinden. Es nützt beispielsweise nichts, wenn Mutter und Sohn zu echten Experten werden, die anderen Familienmitglieder aber später nicht die Vorgaben und Regeln einhalten. Alle Mitglieder müssen zu Hundeexperten werden.

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