Merkmale guter Zahnärzte

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Viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt, und auch viele Kinder sind sich bei ihren ersten Zahnarztbesuchen unsicher oder leiden selbst an einer Zahnarztphobie.

Qualitätsmerkmal 1: Terminplanung und erster Besuch in der Praxis

Bevor man Patient in einer Zahnarztpraxis wird, hat man die Möglichkeit, sich einen Überblick über den Zahnarzt und das gesamte Praxisteam zu verschaffen. Besonders gut ist, wenn es eine Webseite gibt. Wer Probleme mit Zahnarztangst hat, findet dort meistens auch Hinweise darauf, ob der Zahnarzt sich damit auskennt. Das kann bereits ein wichtiges Kriterium sein. Ist man sich nicht sicher, ob die Praxis mit Zahnarzt-Phobie vertraut ist, kann man bei der telefonischen Terminvereinbarung nachfragen. Überhaupt sollte das erste Telefonat einer kritischen Beurteilung unterzogen werden. Wird man freundlich begrüßt? Wie flexibel ist die Praxis bei der Termingestaltung? Wird auf individuelle Anforderungen Rücksicht genommen? Für Berufstätige beispielsweise ist es günstig, wenn es auch Abendtermine gibt.

Der erste Termin legt den Grundstein für das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Zahnarzt. Ein guter Zahnarzt zeichnet sich dadurch aus, dass er sich immer Zeit für eine ausführliche Beratung nimmt, verrät uns der Zahnarzt Dr. Seidel. Dabei geht er sowohl auf Wünsche als auch auf Bedenken und Fragen ein. Idealerweise erfolgt das Gespräch auf Augenhöhe – und nicht erst dann, wenn der Patient mit weit geöffnetem Mund auf dem Behandlungsstuhl liegt.

Qualitätsmerkmal 2: Individuelle Beratung und Behandlung

Ein Zahnarzt, dem das Wohlergehen seiner Patienten wichtig ist, geht individuell auf sein Gegenüber ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Angstpatienten handelt, er ein Kind vor sich hat oder jemanden, für den der Besuch in der Zahnarztpraxis bereits Routine ist. Kommt man das erste Mal mit seinem Kind in die Praxis, sollte sich der Zahnarzt Zeit nehmen, damit Eltern und Nachwuchs wissen, wie man Kinderzähne richtig putzen muss. Angstpatienten können in vielen Praxen vor der Behandlung eine Sedierung mit Lachgas erhalten. In Kombination mit einer örtlichen Betäubung wird so eine schonende, schmerzlindernde und angstfreie Behandlung möglich.

Qualitätsmerkmal 3: Gründliche Anamnese

Sowohl chronische Erkrankungen als auch bestimmte Medikamente können Einfluss auf die Zahn- und Mundhygiene haben. Deswegen sollte der Zahnarzt über Grunderkrankungen und Medikamente seines Patienten Bescheid wissen. Beim ersten Termin wird ein Fragebogen ausgefüllt und gemeinsam mit dem Zahnarzt besprochen. So kann die Behandlung individuell angepasst und Wechselwirkungen ausgeschlossen werden.

Qualitätsmerkmal 4: Einwandfreie Hygiene

Ein guter Zahnarzt hält die nötigen Hygiene-Vorschriften genau ein. Er trägt bei der Behandlung saubere Arbeitskleidung, sterile Einweghandschuhe und einen Mund- und Nasenschutz. Wie genau man es mit der Hygiene in der Praxis nimmt, lässt sich bereits beim Betreten der Räumlichkeiten erkennen. Diese sollten einen gepflegten Eindruck machen. Auch das Patienten-WC sollte sich einer erstklassigen Hygiene erfreuen. Die Instrumente selbst sollten desinfiziert und sauber sein.

Auf das Kind hören

Wenn man mit seinem Kind zum Zahnarzt geht, sollte man nicht nur auf das eigene, sondern auch auf das Bauchgefühl des Kindes hören. Es ist normal, dass Kinder Angst vor dem Zahnarzt haben. Sollte Dein Kind jedoch Bedenken haben und auch nach einigen Zahnarztbesuchen immer noch nicht mit dem Zahnarzt zufrieden sein, so solltest Du über Kennenlerntermine bei anderen Praxen nachdenken. Immerhin ist es wichtig, dass sich dein Kind so wohl wie möglich fühlt und eine optimale Behandlung erhält.

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