Einschlafbegleitung für Babys und Kleinkinder

Foto:  Einschlafbegleitung für Babys und Kleinkinder
Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, ab wann Babys oder Kinder im eigenen Bett schlafen sollten, auch wenn dieses Thema oft hitzige Diskussionen unter Eltern auslöst.

Was bedeutet Einschlafbegleitung?

Bei der Einschlafbegleitung geht es darum, dass du dein Baby oder Kleinkind nach und nach daran gewöhnst, alleine im eigenen Bett zu schlafen. Um den Prozess zu vereinfachen und so angenehm wie möglich für alle zu gestalten, kann daraus ein ganz wunderbares Einschlafritual gemacht werden, das du dir auch über einen längeren Zeitraum bewahren kannst.

Ab wann macht es Sinn, mit dem Einschlafbegleiten zu beginnen?

Babys sind es gewohnt, von Anfang an auf dem Arm und nah an der Brust getragen zu werden. Sie hören den Herzschlag, bekommen deine Körperwärme und deinen Atem zu spüren. Sie fühlen sich in deinen Armen geborgen und gut behütet. Genau deswegen fällt es so schwer, diese gewohnte Nähe aufzugeben und die Bindung nach und nach zu lösen.

Manche Kleinkinder lassen sich schon früh zum Schlafen hinlegen und schlummern alleine in ihrem Bett. Andere benötigen dafür mehr Zeit. Sobald du für dich selbst merkst, dass du mit ruhigem Gewissen getrennt von deinem Kind schlafen kannst, ist der passende Zeitpunkt für die Einschlafbegleitung gekommen.

Einschlafrituale nutzen: Tipps und Tricks

Die Einschlafbegleitung bietet nicht nur für die Kleinen, sondern vor allem auch für dich selbst viele Vorteile und Erleichterung. Außerdem kannst du die abendlichen Rituale auch für dich selbst nutzen, um dich an die nächtliche Trennung zu gewöhnen. Hier einige Tipps:

  • Musik oder Hörbücher nutzen: Besonders bewährt und hilfreich sind Geschichten oder Musik, die die Kleinen beruhigen und gleichzeitig beschäftigen. So fällt das Einschlafen um einiges leichter und die Kinder freuen sich auf dieses besondere Ritual am Abend.

  • Kuscheln: Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für dich ist das Kuscheln vermutlich eine gute Möglichkeit, sich langsam voneinander zu lösen und dennoch regelmäßig Nähe zueinander zu haben.

  • Vorlesen: Eine Einschlafbegleitung, die wohl jeder kennt, ist das Vorlesen oder das gemeinsame Lesen von Geschichten. Insbesondere, wenn du jeden Abend nur ein Kapitel vorliest, haben die Kinder etwas, worauf sie sich freuen können.

  • Nachtlichter installieren: Damit nicht völlige Dunkelheit herrscht, sind Steckdosenlichter oder dimmbare Nachttischlampen ideal.

  • Ein eigenes Babybett anschaffen: Guten Schlaf findest du nur in einem Bett, in dem du dich wohlfühlst. Wieso sollte das bei deinen Kleinen anders sein? Schaffe am besten ein gemütliches und hochwertiges Babybett an, das für dein Kind eine echte Alternative ist.

  • Die Tür einen Spalt weit offenstehen lassen: Gerade, wenn die Kleinen schon etwas größer sind und selbst aufstehen können, ist es sinnvoll, die Tür einen Spalt geöffnet zu lassen. Geräusche aus dem Rest der Wohnung sorgen für zusätzliches Geborgenheitsgefühl.

Typische Fehler

Wenn du bereits mit der Gewöhnung an das eigene Bett begonnen hast, dann solltest du es weiterhin konsequent durchziehen. Es bringt nichts, nach stressigen Tagen wieder in alte Muster zu verfallen und das Kind ganz selbstverständlich wieder bei dir bzw. euch im Bett schlafen zu lassen. Wie bei allen Dingen, die gelernt werden müssen, geht es auch hier um die regelmäßige Wiederholung.

Auch wenn die Kleinen nachts nicht schlafen können oder Alpträume haben, solltest du sie am besten direkt beruhigen. Wenn du sie zwischendurch doch kurz zu dir ins Bett holst bzw. lässt, solltest du sie spätestens, wenn sie wieder eingeschlafen sind, wieder zurück in ihr eigenes Bett bringen.

Das A und O: Zeit und Geduld

Besonders wichtig, um dein Kind irgendwann mit gutem Gewissen alleine schlafen zu lassen, ist Gelassenheit. Sei dir auch beim Prozess der Eingewöhnung bewusst, dass nicht alles von heute auf morgen reibungslos funktionieren wird. Du wirst viel Geduld benötigen und vermutlich einige Tränen verkraften müssen. Denn sowohl für dein Kind als auch für dich selbst ist es ein wichtiger Schritt, der erst einmal verdaut werden muss.

Außerdem gibt es keine Zeitspanne, in der die Einschlafbegleitung als „erfolgreich abgeschlossen“ gilt. Bei manchen Kindern geht es recht schnell und funktioniert ohne großes Sträuben oder Jammern. Bei anderen Kindern ist es ein langwieriger Prozess, der Jahre dauern kann. Zudem wird sich der Schlafrhythmus deines Babys immer wieder verändern.

Mache dir in jedem Fall bewusst, dass es kein Muss ist, dass dein Kind alleine ins Bett geht und dort auch alleine schläft. Viel wichtiger ist es, dass ihr euch beide mit der Situation wohlfühlt und nachts ruhig bzw. beruhigt schlafen könnt. Wenn es also längere Zeit in Anspruch nimmt oder einfach zu einem Ritual wird, dass ihr über das Alleinschlafen hinaus fortführt, ist das genauso in Ordnung.

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