Smartphones für Kinder

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Das Smartphone ist heute kaum noch aus dem Alltag wegzudenken.

Ab wann sollten Kinder ein eigenes Smartphone bekommen?

Nicht nur die Zahl der Smartphone-Besitzer bei den Jugendlichen ist gestiegen, sondern auch bei den Sechs- bis 13-Jährigen nahm diese Zahl zu. Wie die Ergebnisse der KIM-Studie von 2014 zeigten, sind bereits 25 Prozent der Kinder in der oben genannten Altersklasse im Besitz eines Handys oder Smartphones.

Doch: Müssen bereits 6-Jährige ein mobiles Endgerät besitzen?

Klicksafe – eine EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz – empfiehlt, Kindern erst ab ihrem 12. Lebensjahr ein eigenes Smartphone zu geben. Jüngere Kinder verfügen noch nicht über die Erfahrungen und Kompetenzen, die bei der Mediennutzung erforderlich sind. Dazu gehören unter anderem das Vornehmen der Sicherheitseinstellungen und das Einschätzen von Apps. Ebenso muss das Kind in der Lage sein, mit den Eltern Regen zur Smartphone-Nutzung zu vereinbaren und diese zu verstehen und akzeptieren. Auch sollten Kinder zur Reflektion ihres Konsumverhaltens fähig sein. Dies ist in der Regel nicht unter zwölf Jahren möglich.

Nun ist jedes Kind anders und bringt seine eigene Persönlichkeit mit sich. Damit Eltern einschätzen können, wann ihr Kind verantwortungsvoll und sicher ein Smartphone nutzen kann, stellt klicksafe.de eine Checkliste zum Download bereit.

Handy und Kinder: Gefahren durch die Nutzung des Smartphones

Ein Smartphone ist für Kinder und Jugendliche ein besonders interessantes Gerät, denn es lässt sich vielseitig nutzen, unter anderem als Fotokamera, Musikplayer, Adressbuch und natürlich für den Internetzugang. Mittels Messenger wie WhatsApp halten die Kinder und Jugendlichen Kontakt mit ihren Freunden und Bekannten. Es wird sich virtuell unterhalten, über Mitschüler gesprochen, sich verabredet und Videos sowie Fotos von eigenen Unternehmungen und Aktivitäten gezeigt.

Die Nutzung des Internets und generell des Smartphones lässt sich von Eltern kaum kontrollieren, denn die Kinder haben das Gerät fast überall und ständig dabei. Die Sorge der Eltern im Zusammenhang mit der Nutzung des mobilen Endgerätes ist nicht unbegründet. Die Landesmedienanstalt NRW gab 2015 eine Studie in Auftrag, bei der 500 8- bis 14-Jährige und deren Eltern über die Nutzung eines Smartphones befragt wurden. Zum Beispiel ergab die Studie:

  • Rund 8 Prozent der jungen Besitzer eines Smartphones sind bereits suchtgefährdet
  • 24 Prozent empfinden Stress durch die ständige Kommunikation über WhatsApp oder andere Messenger
  • 11 Prozent sind digitale Mobbingopfer

Tipps für Eltern

Bevor ein Kind sein eigenes Smartphone bekommt, sollten Eltern über Sicherheit und Verantwortung im Umgang mit diesem mobilen Endgerät sprechen. Auf der Webseite klicksafe.de wird empfohlen, dass Eltern mit ihren Kindern einen Mediennutzungsvertrag vereinbaren. Dieser kann bei klicksafe online und individuell aufgestellt werden. Zum Beispiel kann vereinbarten werden, dass die Handyrechnung zusammen mit dem Kind angeschaut wird. Auch kann eine monatliche Summe für die Kosten vereinbart werden. Sollten diese Kosten höher ausfallen, bekommt das Kind entsprechend weniger Taschengeld.

Es sollten aber auch Vereinbarungen bezüglich Sicherheit getroffen werden. Was ist beispielsweise, wenn das Kind von einer unbekannten Rufnummer angerufen oder angeschrieben wird? Soll es dann zuerst die Eltern informieren? Wichtig ist selbstverständlich ebenso, über die Nutzungsdauer zu reden. Es könnte vereinbart werden, wann das Handy auf jeden Fall ausgeschaltet sein muss – beispielsweise während der Hausaufgaben oder der Mahlzeiten.

Das Suchtpotenzial der Handy-Nutzung ist ziemlich groß. Es können schnell und leicht Abhängigkeiten durch die exzessive Nutzung sowie durch Handyspiele entstehen. Auch zu diesem Thema hält klicksafe Informationen bereit.

Spezielle Kindertarife für das Smartphone

Es gibt spezielle Kindertarife, beispielsweise von Toggo Mobile oder die CombiCard Teens von T-Mobile. Diese Tarife sollen es Eltern leichter machen, Kosten und Nutzung des Smartphones von ihren Kindern besser kontrollieren zu können. So kostet der Kindertarif von Toggo Mobile rund zehn Euro monatlich und darin enthalten sind verschiedene Sperrungen: Internetzugang, Auslandsgespräche, Service-Rufnummern und anderes. Außerdem enthält der Kindertarif eine kostenlose Elternrufnummer sowie eine Kostenkontrolle. Ähnlich sieht es mit der CombiCard Teens von T-Mobile aus.

Ob ein spezieller Kindertarif sinnvoll ist oder nicht, sollten die Eltern für sich entscheiden. Andere Anbieter stellen keinen speziellen Kindertarif zur Verfügung, dafür aber Tarife mit Kostenkontrolle, preisgünstiger Elternrufnummer und weiteres. Beim Preisvergleich der Tarife sollte sich über die enthaltenen Leistungen und Kosten genau informiert werden.

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