Kleiderschrank ausmisten für Klima und Geldbeutel

Bild:  Kleiderschrank ausmisten für Klima und Geldbeutel
Manche Kleidungsstücke zieht man einfach nicht mehr an.

Aussortieren und Verkaufen

Besonders in der jetzigen Situation verbringt man viel Zeit zu Hause. Diese kann man auf produktive Weise nutzen und regelmäßig für Ordnung sorgen – auch im Kinderzimmer. Aufräumen schafft nämlich nicht nur Ordnung und neuen Platz, sondern lehrt Kinder auch, verantwortungsbewusster zu werden. Dinge, die man nicht mehr braucht, kann man zudem einfach zu Geld machen. Egal ob altes Spielzeug, Dekorationen oder auch längst nicht mehr verwendete Anziehsachen – alles kann verschenkt, gespendet oder auch verkauft werden. Zum Verkauf von gebrauchter Kleidung eignen sich vor allen Dingen Online-Plattformen wie etwa momox oder auch ebay, da man über solche Plattformen mehr potentielle Kunden erreichen kann. Mit dem Verkauf investiert man nicht nur in die Kreislaufwirtschaft, sondern man kann auch mit dem erzielten Erlös in etwas neues fürs Kinderzimmer investieren.

Beim Verkauf über Plattformen, die sich auf Re-Commerce fokussieren, steht vor allem auch der Gedanke der Nachhaltigkeit eine große Rolle. Denn das funktioniert in beide Richtungen! Einerseits profitiert man deutlich davon, gebrauchte Kleidung zu kaufen, denn man spart dabei Geld und verwirklicht einen nachhaltigen Lebensstil. Andererseits tut es gut, Kleidung, die nicht mehr passt, an andere wegzugeben, die damit noch etwas anfangen können. Viele Modefans neigen zum Horten und Finden dann vor einem vollen Kleiderschrank nichts anzuziehen, weil der Kleiderschrank teils mit Kleidungsstücken gefüllt ist, die die jeweilige Person vielleicht gar nicht mehr anziehen möchte. Die Sorge besteht oft darin, sich von bestimmten Teilen zu trennen und es später zu bereuen. Doch tatsächlich fühlt man sich besser, wenn man die Kleidung, die man nicht mehr trägt, aus seinem Kleiderschrank verbannt. Vor allem bei Kleidungsstücken der Kinder tut dies gut, da diese meistens sowieso nicht mehr passen und somit nur noch im Schrank verstauben.

Das gemeinsame Ausmisten und Aufräumen zeigen den Kleinen jedoch auch eine gewisse Art von Verantwortung. Durch den Verkauf von gebrauchter Kleidung werden sie auch mit dem Thema Nachhaltigkeit konfrontiert, was Kinder bereits in jungen Jahren positiv prägen kann. Natürlich profitieren auch die Eltern beim Ausmisten ungemein. Denn immer mehr Studien zeigen, dass eine ordentliche Umgebung und die psychische Gesundheit Hand in Hand gehen.

Ein übervoller Kleiderschrank belastet

Die meisten Menschen haben einen sehr vollen oder vielleicht geradezu übervollen Kleiderschrank, tragen jedoch nur einen Teil der vorhandenen Kleidung. Meist greift man immer wieder zu seinen Lieblingsteilen! Zwar denken viele, dass das Shoppen und Horten von Kleidung eine gewisse Sicherheit vermittelt, doch tatsächlich ist gerade das Gegenteil der Fall. Das Einkaufen macht nur für einen kleinen Moment glücklich, und es landen sogar immer mehr Klamotten in der Altkleidersammlung, die sogar noch ihre Etiketten haben, also nie getragen wurden!

Zudem ist das Chaos im Kleiderschrank, ebenso wie das in der restlichen Wohnung, wie bereits oben erwähnt, schlecht für die Psyche. Das wurde bereits in mehreren Studien bewiesen.

Studien untersuchen die Wirkung von Aufräumen und Ausmisten

Psychologische Forschungen haben Unordnung mit Stress und Angst in Verbindung gebracht und festgestellt, dass das Aufräumen und Ausmisten einen positiven Einfluss auf die geistige Gesundheit haben.

Unordnung erzeugt Stress
Die Universität von Kalifornien versammelte 30 Paare für eine Studie über Stresshormone. Diejenigen, die ihr Haus als unordentlich oder sogar chaotisch bezeichneten, zeigten einen erhöhten Cortisolspiegel, ein Steroidhormon, welches als Reaktion auf Stress produziert wird. Die Studie ergab auch, dass Frauen stärker von Unordnung betroffen waren als Männer. Die Ergebnisse zeigen, dass Aufräumen und andere Haushaltsführung den Cortisolspiegel senken und gesundheitsfördernde Gewohnheiten sind.

Eltern fühlen sich besser, wenn Kinder ein aufgeräumtes Umfeld haben.

Die Begrenzung der Anzahl der Besitztümer, die ein Kind hat, kann ihm helfen, mehr aufzuräumen und innerliche Ruhe zu finden. Einige Kinder putzen ihr Zimmer nicht, weil sie keine Lust dazu haben, andere sind zu überwältigt von all ihrer Unordnung, um überhaupt loszulegen. Wenn ein Kind ein Zimmer mit weniger Spielzeug hat und einen übersichtlichen Kleiderschrank hat, wird es diese wahrscheinlich nicht nur mehr schätzen, sondern auch eher dazu neigen, sein Zimmer und seine Kleidung aufgeräumt zu halten. Wenn ein Kind weiß, wo die Dinge hingehören, in welche Kiste die Bausteine und in welches Fach die Socken gehören, fällt es ihm leichter, sein Zimmer und seinen Schrank sortiert zu halten. Dadurch fühlt es sich auch selbstbewusster. Es ist die Aufgabe der Eltern, gemeinsam mit dem Kind eine Strategie für das Aufräumen zu entwickeln und beim Selbstständigen Aufräumen als Unterstützung zu dienen.

Gute Gewohnheiten müssen geduldig eingeführt werden

Wenn man feststellt, dass man mehr Ordnung in seiner Umgebung braucht, ist der erste und wichtigste Schritt bereits getan. Es kann aber eine Weile dauern, bis sich neue Gewohnheiten richtig gefestigt haben. Darum ist es so wichtig, dass man einen Plan fasst und diesen konsequent verfolgt. Denn dadurch, dass man mehr Zeit zu Hause verbringt, wodurch automatisch mehr Unordnung entsteht, kann einem der Haushalt sonst schnell über den Kopf wachsen. Mit den folgenden Punkten kommt man der Sache auf die Spur:

  • Man plant jeden Tag eine kleine Zeitspanne ein, in der man sich mit dem Aufräumen beschäftigt, zum Beispiel eine halbe Stunde.

  • Man reduziert seine Besitztümer deutlich. Wem das schwer fällt, der kann sie erst einmal im Keller oder auf dem Dachboden verstauen und später weggeben.

  • Jedes Ding im Haushalt muss einen festen Platz haben. Das ist die Grundregel, ohne die ein Aufräumen gar nicht möglich ist.

  • Nach der Verwendung kommen die Dinge wieder an ihren festen Platz. Macht man das sofort, entsteht erst gar keine Unordnung und das Aufräumen geht ganz schnell.

  • Jedes Familienmitglied beteiligt sich an der Hausarbeit und tut seinen Teil dazu. Das Aufräumen und Ausmisten kann ein gemeinsames Erlebnis werden, das zusammenschweißt. Und danach kann man sich gemeinsam belohnen, zum Beispiel durch Familienkino mit Popcorn.

  • Einmal wöchentlich veranstaltet man einen Hausputz, bei dem eine gründliche Reinigung vorgenommen wird. Aufgaben wie Fenster putzen sind natürlich seltener an der Reihe. Um sich optimal zu organisieren, hilft ein Putzplan. Dafür gibt es online zahlreiche Vorlagen. Auch der Kleiderschrank wird regelmäßig aussortiert. Was man eine Weile nicht mehr getragen hat, kommt raus und wird verkauft.

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