Muttertagsgedichte und Sprüche

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An meine Mutter

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise.
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

   — Annette von Droste-Hülshoff
Essen kochen, Hosen flicken,
Handschuh, Schal und Mütze stricken,
berichtigen der Hausaufgaben,
Ideen für 'nen Aufsatz haben,
mit um die Diktate bangen,
ausgerissne Hamster fangen,
Nasen putzen, welche tropfen,
Stuben kehren, Teppich klopfen,
trotz Grippe nicht im Bett verweilen,
Tränen trocknen, Trost verteilen,
schmusen, streicheln, zärtlich sein,
Ärger, Unsinn, Streit verzeihen,
schimpfen auch mal, das ist klar,
Du machst alles wunderbar!
Immerzu, tagaus, tagein,
will ich dafür dankbar sein.
Doch hast Du einmal nachgedacht,
wer Dich zur Mutter hat gemacht?
Ohne mich, das siehst Du ein,
könntest Du nicht Mutter sein.
Dann hättest Du zwar weniger Plag,
aber auch nicht Muttertag.
Was hätt' der Tag dann für 'nen Sinn?
Sei froh drum, dass Dein Kind ich bin.

   — Gisela Schütz

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