Besinnliches zu Heiligabend u.Weihnacht
Die heilige Nacht
Sitzt an der Krippe die Jungfrau fein.
Drinnen schlummert das Kindlein,
Wiegt auf dem Dach sich Engel Schar
Im schimmernden Haar,
Mit leuchtenden Schwingen.
Sie singen:
"Schlafe, träume in seliger Ruh',
Holder Knabe, und höre uns zu:
Wir singen von Deinem Königreich,
In himmlischer Pracht!
Wir singen von Deiner Schmerzen Reich,
Von der Erde Nacht!
Wir singen von einem Wunderholz,
Ragt über das Weltall hehr und stolz;
Rotglühende Tropfen fallen herab
In das offene Grab,
Das auf ewig dem Leid und dem Tode geweiht.
Und daraus in leuchtender Herrlichkeit
Steigt das Leben empor,
Pocht ans Himmelstor
Und fließt in leuchtenden Strömen wieder
Zur Erde nieder.
Löscht aus die Zeit
In dem Gotteswunder der Ewigkeit!"
So singen die Engel in stiller Nacht,
Die Jungfrau sitzt an der Krippe und wacht,
Darinnen schläft selig das himmlische Kind!
Von Mariens Augen die Träne rinnt.
Sitzt an der Krippe die Jungfrau fein.
Drinnen schlummert das Kindlein,
Wiegt auf dem Dach sich Engel Schar
Im schimmernden Haar,
Mit leuchtenden Schwingen.
Sie singen:
"Schlafe, träume in seliger Ruh',
Holder Knabe, und höre uns zu:
Wir singen von Deinem Königreich,
In himmlischer Pracht!
Wir singen von Deiner Schmerzen Reich,
Von der Erde Nacht!
Wir singen von einem Wunderholz,
Ragt über das Weltall hehr und stolz;
Rotglühende Tropfen fallen herab
In das offene Grab,
Das auf ewig dem Leid und dem Tode geweiht.
Und daraus in leuchtender Herrlichkeit
Steigt das Leben empor,
Pocht ans Himmelstor
Und fließt in leuchtenden Strömen wieder
Zur Erde nieder.
Löscht aus die Zeit
In dem Gotteswunder der Ewigkeit!"
So singen die Engel in stiller Nacht,
Die Jungfrau sitzt an der Krippe und wacht,
Darinnen schläft selig das himmlische Kind!
Von Mariens Augen die Träne rinnt.
— Hedwig Kiesekamp
In der heiligen Christnacht
Die heil'ge Nacht schwebt nieder mild und klar,
Es glänzt der Mond, der Sterne gold'ne Schar
Umschließet rings gleich einem Heil'genschein
Die weiße, schneebedeckte Erde ein.
Wie feierlich ist alles, still und prangend,
Gleich wie nach einem großen Heil verlangend!
Mir ist das Herz in sel'ger Wonne wach,
Geschmückt ist mein friedliches Gemach
Gleich einem Kirschlein, und der Weihnachtsbaum
Steht drinnen glänzend wie ein Kindheitstraum;
Aus weißen Lilien flammen helle Kerzen,
Wie Lieb' und Andacht glüh'n in reinem Herzen.
O heil'ger Christ! O komm und steig herab,
Dem ich mein Kämmerlein geschmückt hab'!
Dir blühet meiner Blume duft'ger Kranz,
Dir leuchtet meiner Kerzen heller Glanz,
O komm' aus deines Himmels gold'nem Prangen,
Ich harre hier, dich liebend zu empfangen!
Doch hab ich noch ein andres Kämmerlein,
Da zieh vor allem, treuer Jesus, ein:
Zieh ein in meines liebes Kindes Herz
Und hebe all sein Fühlen himmelwärts;
Da scheuche weg die dunklen Erdenschmerzen,
Da zünde an die hellen Freudenkerzen.
Das wandle mir zum lichten Paradies,
Da pflege all die Blumen hold und süß;
Zieh auf die Rosen rot, die Lilien weiß,
Die ich gestreut zu deinem Ruhm und Preis.
O wie unendlich wäre mein Entzücken,
Könnt' ich's zu deiner ew'gen Wohnung schmücken!
Wie immer heller glänzt die heil'ge Nacht!
Wie immer reiner glüht der Sterne Pracht!
Ich breite meine Arme sehnend aus:
O heil'ger Christ, komm, ziehe in mein Haus
O komm aus deines Himmels gold'nem Prangen,
Um alles, was ich liebe, zu umfangen!
Die heil'ge Nacht schwebt nieder mild und klar,
Es glänzt der Mond, der Sterne gold'ne Schar
Umschließet rings gleich einem Heil'genschein
Die weiße, schneebedeckte Erde ein.
Wie feierlich ist alles, still und prangend,
Gleich wie nach einem großen Heil verlangend!
Mir ist das Herz in sel'ger Wonne wach,
Geschmückt ist mein friedliches Gemach
Gleich einem Kirschlein, und der Weihnachtsbaum
Steht drinnen glänzend wie ein Kindheitstraum;
Aus weißen Lilien flammen helle Kerzen,
Wie Lieb' und Andacht glüh'n in reinem Herzen.
O heil'ger Christ! O komm und steig herab,
Dem ich mein Kämmerlein geschmückt hab'!
Dir blühet meiner Blume duft'ger Kranz,
Dir leuchtet meiner Kerzen heller Glanz,
O komm' aus deines Himmels gold'nem Prangen,
Ich harre hier, dich liebend zu empfangen!
Doch hab ich noch ein andres Kämmerlein,
Da zieh vor allem, treuer Jesus, ein:
Zieh ein in meines liebes Kindes Herz
Und hebe all sein Fühlen himmelwärts;
Da scheuche weg die dunklen Erdenschmerzen,
Da zünde an die hellen Freudenkerzen.
Das wandle mir zum lichten Paradies,
Da pflege all die Blumen hold und süß;
Zieh auf die Rosen rot, die Lilien weiß,
Die ich gestreut zu deinem Ruhm und Preis.
O wie unendlich wäre mein Entzücken,
Könnt' ich's zu deiner ew'gen Wohnung schmücken!
Wie immer heller glänzt die heil'ge Nacht!
Wie immer reiner glüht der Sterne Pracht!
Ich breite meine Arme sehnend aus:
O heil'ger Christ, komm, ziehe in mein Haus
O komm aus deines Himmels gold'nem Prangen,
Um alles, was ich liebe, zu umfangen!
— Katharina Diez
Christnacht
Der Engel der Verkündigung:
Seraphimsche Heere,
Schwingt das Goldgefieder
Gott dem Herrn zur Ehre,
Schwebt vom Himmelsthrone
Durchs Gewölk hernieder,
Süße Wiegenlieder
Singt dem Menschensohne!
Ein Hirte:
Was seh' ich? Umgaukelt mich Schwindel und Traum?
Ein leuchtender Saum
Durchwebt den azurnen, ewigen Raum,
Es schreiten die Sterne des Himmels entlang,
Mit leisem Gesang,
Der seligen Scharen musikalischer Gang.
Chor der Hirten:
Die Engel schweben singend
Und spielend durch die Lüfte,
Und spenden süße Düfte,
Die Lilienstäbe schwingend.
Chor der Seraphim:
Wohlauf, ihr Hirtenknaben,
Es gilt dem Herrn zu dienen,
Es ist ein Stern erschienen,
Ob aller Welt erhaben.
Chor der Hirten:
Wie aus des Himmels Toren
Sie tief herab sich neigen!
Chor der Seraphim:
Lasst Eigentriebe schweigen,
Die Liebe ward geboren!
Der Engel der Verkündigung:
Fromme Glut entfache
Jedes Herz gelind,
Eilt nach jenem Dache,
Betet an das Kind!
Jener heißerflehte
Hort der Menschen lebt,
Der euch im Gebete
Lange vorgeschwebt.
Traun! Die Macht des Bösen
Sinkt nun fort und fort,
Jener wird erlösen
Durch das Eine Wort.
Chor der Hirten:
Preis dem Geborenen
Bringen wir dar,
Preis der erkorenen
Gläubigen Schar.
Engel mit Lilien
Stehn im Azur,
Fromme Vigilien
Singt die Natur.
Der den kristallenen
Himmel vergaß,
Bringt zu Gefallenen
Ewiges Maß!
Der Engel der Verkündigung:
Schon les' ich in den Weiten
Des künft'gen Tages bang,
Ich höre Völker schreiten,
Sie atmen Untergang.
Es naht der müden Erde
Ein frischer Morgen sich,
Auf dieses Kindes "Werde"
Erblüht sie jugendlich.
Chor der Seraphim:
Vergesst der Schmerzen jeden,
Vergesst den tiefen Fall,
Und lebt mit uns im Eden,
Und lebt mit uns im All!
Der Engel der Verkündigung:
Seraphimsche Heere,
Schwingt das Goldgefieder
Gott dem Herrn zur Ehre,
Schwebt vom Himmelsthrone
Durchs Gewölk hernieder,
Süße Wiegenlieder
Singt dem Menschensohne!
Ein Hirte:
Was seh' ich? Umgaukelt mich Schwindel und Traum?
Ein leuchtender Saum
Durchwebt den azurnen, ewigen Raum,
Es schreiten die Sterne des Himmels entlang,
Mit leisem Gesang,
Der seligen Scharen musikalischer Gang.
Chor der Hirten:
Die Engel schweben singend
Und spielend durch die Lüfte,
Und spenden süße Düfte,
Die Lilienstäbe schwingend.
Chor der Seraphim:
Wohlauf, ihr Hirtenknaben,
Es gilt dem Herrn zu dienen,
Es ist ein Stern erschienen,
Ob aller Welt erhaben.
Chor der Hirten:
Wie aus des Himmels Toren
Sie tief herab sich neigen!
Chor der Seraphim:
Lasst Eigentriebe schweigen,
Die Liebe ward geboren!
Der Engel der Verkündigung:
Fromme Glut entfache
Jedes Herz gelind,
Eilt nach jenem Dache,
Betet an das Kind!
Jener heißerflehte
Hort der Menschen lebt,
Der euch im Gebete
Lange vorgeschwebt.
Traun! Die Macht des Bösen
Sinkt nun fort und fort,
Jener wird erlösen
Durch das Eine Wort.
Chor der Hirten:
Preis dem Geborenen
Bringen wir dar,
Preis der erkorenen
Gläubigen Schar.
Engel mit Lilien
Stehn im Azur,
Fromme Vigilien
Singt die Natur.
Der den kristallenen
Himmel vergaß,
Bringt zu Gefallenen
Ewiges Maß!
Der Engel der Verkündigung:
Schon les' ich in den Weiten
Des künft'gen Tages bang,
Ich höre Völker schreiten,
Sie atmen Untergang.
Es naht der müden Erde
Ein frischer Morgen sich,
Auf dieses Kindes "Werde"
Erblüht sie jugendlich.
Chor der Seraphim:
Vergesst der Schmerzen jeden,
Vergesst den tiefen Fall,
Und lebt mit uns im Eden,
Und lebt mit uns im All!
— August von Platen
O du fröhliche
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!
— Johannes Falk
Das neugeborne Kindelein
Das neugeborne Kindelein,
Das herzeliebe Jesulein,
Bringt abermal ein neues Jahr
Der auserwählten Christenschar.
Des freuen sich die Engelein,
Die gerne um und bei uns sein,
Sie singen in den Lüften frei,
Daß Gott mit uns versöhnet sei.
Ist Gott versöhnt und unser Freund,
Was mag uns tun der arge Feind?
Trotz Türken, Papst und Höllen Pfort,
Das Jesulein ist unser Hort!
Es bringt das rechte Jubeljahr,
Was trauern wir dann immerdar?
Frisch auf, es ist ist Singens Zeit!
Das Jesulein wendt alles Leid!
Das neugeborne Kindelein,
Das herzeliebe Jesulein,
Bringt abermal ein neues Jahr
Der auserwählten Christenschar.
Des freuen sich die Engelein,
Die gerne um und bei uns sein,
Sie singen in den Lüften frei,
Daß Gott mit uns versöhnet sei.
Ist Gott versöhnt und unser Freund,
Was mag uns tun der arge Feind?
Trotz Türken, Papst und Höllen Pfort,
Das Jesulein ist unser Hort!
Es bringt das rechte Jubeljahr,
Was trauern wir dann immerdar?
Frisch auf, es ist ist Singens Zeit!
Das Jesulein wendt alles Leid!
— Cyriacus Schneegaß
Nun singen wir das schöne Lied
Nun singen wir das schöne Lied auf Gottes weiter Erde:
Vom Jesulein, von Engelein, von Hirten bei der Herde!
Zu Bethlehem, der kleinen Stadt, war alles schon im Schlafen;
Die Hirtenschar im Felde war und wachte bei den Schafen.
Um Mitternacht, da schallt's herab mit schönem Sang und Klange:
Der Himmel war wie rosenrot: Den Hirten wurde bange,
ein Engel kam. Der Engel sprach: "Ihr Hirten, seht mich gerne!
Zum Stalle geht, da findet ihr den König aller Sterne!"
Die Hirtenschar zum Stalle lief mit frohem Jubelschalle.
Ein Kindlein, so zart und fein, das fanden sie im Stalle.
Kein Wieglein, kein Bettchen war im kalten Stall zu sehen.
Im Krippchen lag das Kindelein, das Kind aus Himmelshöhen.
Das Kindelein war Gottessohn, der König aller Sterne.
Nun kommt's herab vom Himmelsthron in jedem Jahr so gerne.
Nun singen wir das schöne Lied auf Gottes weiter Erde:
Vom Jesulein, von Engelein, von Hirten bei der Herde!
Zu Bethlehem, der kleinen Stadt, war alles schon im Schlafen;
Die Hirtenschar im Felde war und wachte bei den Schafen.
Um Mitternacht, da schallt's herab mit schönem Sang und Klange:
Der Himmel war wie rosenrot: Den Hirten wurde bange,
ein Engel kam. Der Engel sprach: "Ihr Hirten, seht mich gerne!
Zum Stalle geht, da findet ihr den König aller Sterne!"
Die Hirtenschar zum Stalle lief mit frohem Jubelschalle.
Ein Kindlein, so zart und fein, das fanden sie im Stalle.
Kein Wieglein, kein Bettchen war im kalten Stall zu sehen.
Im Krippchen lag das Kindelein, das Kind aus Himmelshöhen.
Das Kindelein war Gottessohn, der König aller Sterne.
Nun kommt's herab vom Himmelsthron in jedem Jahr so gerne.
— Heinrich Bone
