Mumps

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Mumps (auch: Ziegenpeter) ist eine Viruserkrankung mit, deren Symptome Fieber sowie Kau- und Schluckbeschwerden sind.

Mumps: Übersicht

Mumps (Parotitis epidemica), umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt, ist eine akute virale Erkrankung, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt. Das wichtigste Symptom ist eine Entzündung bzw. Schwellung einer oder beider Ohrspeicheldrüsen, die im Kiefernwinkel liegen. Allerdings können auch andere Organe betroffen sein.

Ernsthafte Komplikationen sind selten. Bei Männern kann Mumps jedoch gefährlich werden, wenn sich ein oder beide Hoden entzünden - dies kann zur Unfruchtbarkeit führen.

Eine einmalige Erkrankung mit Mumps führt zur lebenslangen Immunität.

Mumps: Geschichte

Bereits im Jahr 300 v. Christus zeichnete Hippokrates die Symptome der Mumpserkrankung auf, die er an jungen Leuten feststellte. Celsus, ein römischer Medizinschriftsteller, bezeichnete Mumps schlicht nur Halsschwellung und erst später wurde sie als Kiefernbeklemmung (angina maxillaris) benannt.

Das Krankheitsbild Mumps wurde erst ab dem 19. Jahrhundert als eigenständig abgegrenzt. John Franklin Enders entdeckte 1945 den Virus und entwickelte zunächst einen Impfstoff mit toten Erregern (Totimpfstoff), der 1968 von einem abgeschwächten Lebendimpfstoff abgelöst wurde.

Mumps: Ursachen

Das Mumpsvirus wird als Tröpfcheninfektion im direkten Kontakt übertragen, aber eher selten durchSpeichel. Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Symptome beträgt zwei bis drei Wochen. Während dieser Zeit und etwa eine Woche nach Ausbruch kann die Krankheit auf andere Menschen übertragen werden. In den meisten Fällen werden die Erreger in Kindergärten und Schulen sowie durch eigene, nicht immune Familienmitglieder weitergegeben.

Mumps: Symptome

Viele infizierte Kinder zeigen keine Symptome oder nur ein mäßiges Unwohlsein mit Beschwerden im Ohrbereich. Bei zunehmend schlimmer werdendem Erkrankungsbild wird das Kauen schwieriger und die Ohrspeicheldrüsen schwellen an und schmerzen. Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen und Schluckbeschwerden. Die Temperatur sinkt nach zwei bis drei Tagen wieder, die Schwellungen gehen erst nach sieben bis zehn Tagen zurück. In manchen Fällen ist zwar zunächst nur eine Seite betroffen, die Erkrankung wechselt dann aber nach dem Abklingen zur anderen Gesichtshälfte.

In wenigen Fällen (meist wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt wird) kann es zu einer anhaltenden Innohrschwerhörigkeit kommen.

Mumps: Diagnose

In der Regel wird Mumps aufgrund der vorhandenen Symptome diagnostiziert und kann durch die Messung der Antikörper im Blut festgestellt werden. Des Weiteren kann Mumps auch durch eine Viruskultur aus Speichel- und Harnproben bestätigt werden.

Eine seltene Komplikation von Mumps ist die Meningitis (Hirnhautentzündung), die zu Kopfschmerzen, gesteigerter Lichtempfindlichkeit, Müdigkeit und Genickstarre führt. In der Regel gibt es keine bleibenden Folgen. Eine weniger häufige Verschlechterung ist die Pankreatitis, die Bauchschmerzen und Erbrechen auslöst. Bei Männern nach der Pubertät kommt es in etwa 25 Prozent der Fälle zu einer Hodenentzündung. Meist wird nur ein Hoden befallen, der dabei anschwillt und schmerzt - in seltenen Fällen führt dies zur Unfruchtbarkeit.

Mumps: Vorbeugung

Eine sichere und wirksame Mumpsvakzine ist erhältlich in Kombination mit einer Masern- und Rötelnvakzine (Dreifachimpfung). Die Impfung sollte keinesfalls vor dem ersten Lebensjahr verabreicht werden, danach kann sie aber jederzeit gegeben werden.

Männer nach der Pubertät, die niemals an Mumps erkrankt sind und dagegen auch nicht geimpft wurden, sollten jeden Kontakt mit Infizierten vermeiden! Sollten dennoch Symptome einer Mumpsinfektion auftreten, kann eine passive Immunisierung mit einer Immunglobulinfraktion einen gewissen Schutz gegen den Ausbruch einer Orchitis bieten.

Mumps: Risikogruppen

Grundsätzlich sind eher Kinder und Jugendliche von der Mumps-Erkrankung betroffen. Allerdings kann es auch Erwachsene treffen, die nicht geimpft sind. Bei Kindern werden die Erkrankungszahlen immer niedriger, da aufgrund großer Imagekampagnen die Mumps-Impfung sehr weit verbreitet ist.

Mumps: Homöopathie

Es gibt keine gezielte Therapie gegen Mumps, obgleich einem erkrankten Kind homöopathische Mittel und viel Flüssigkeit verabreicht werden können, um die Begleiterscheinungen zu lindern.

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