Diphtherie

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Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch toxische (= giftige) Bakterien ausgelöst wird und nicht immer komplikationslos verläuft.

Diphtherie: Übersicht

Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch giftbildende Bakterien entsteht. Wenn keine Immunisierung durch eine Impfung vorgenommen wurde, können die Spätfolgen bei einer Erkrankung an Diphtherie lebensbedrohlich sein.

Diphtherie: Geschichte

Diphtherie wurde 1826 erstmalig von Pierre Fidèle Bretonneau, einem französischen Arzt, namentlich benannt. Drei Jahrzehnte später fand man bei einer Untersuchung heraus, dass Diphtherie von Mikroorganismen ausgelöst wird. Etwa 25 Jahre später identifizierte Friedrich Löffler ein spezielles Bakterium als Krankheitserreger der Diphtherie.

Bevor es einen Impfstoff gab, starben viele Menschen an Diphtherie. Der Tod trat gewöhnlich durch Ersticken ein.

Diphtherie: Ursachen

Die Krankheit tritt überwiegend bei Kindern auf, kann aber sämtliche Altersgruppen treffen. Verursacht wird sie durch das Corynebacterium diphteriae. Übertragen wird die Krankheit zumeist über eine Tröpfcheninfektion, also zum Beispiel durch das Niesen. Die Inkubationszeit beträgt gewöhnlich zwischen drei und fünf Tagen. An Diphtherie kann man mehrfach erkranken, wenn keine Immunisierung durch eine Impfung vorgenommen wird.

Diphtherie: Symptome

Diphtherie geht mit vielen Symptomen einher. Der Allgemeinzustand kann als matt bezeichnet werden. Der Erkrankte hat leichte Schluckbeschwerden und einen leicht faden Mundgeruch. Die Stimme hört sich an, als hätte man einen Kloß im Hals. Die Mandeln sind geschwollen, belegt und gerötet und die Kieferlymphknoten sind geschwollen. Weiter ist es möglich, dass eine Heiserkeit entsteht, die bis zum Verlust der Stimme gehen kann, auch schlimmer Husten und Atemnot sind wahrscheinliche Symptome.

Da jede schwere, fiebrige Halsentzündung mit bellendem Husten von einem Arzt untersucht werden sollte, wird die Diphtherie häufig bereits früh erkannt.

Man unterscheidet mehrere Arten von Diphtherie. Die Kehlkopfdiphtherie ist die schwerste Diphtherieart, tritt aber nur noch selten auf. Eine weitere Form ist die Nasendiphtherie. Davon sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Eine dritte Form ist die Rachendiphtherie.

Diphtherie: Vorbeugung

Jedes Kind sollte ab einem bestimmten Alter, meistens schon als Säugling, geimpft werden. Bei der Diphtherie handelt es sich um einen Totimpfstoff. Das bedeutet, dass es sich um ein abgeschwächtes Gift des Diphtherie-Bakteriums handelt. Damit infiziert man zunächst den Patienten, wenn auch nur leicht. Aber der Körper bildet sofort die passenden Antikörper und speichert diese Information ab. Kommt dann ein Mensch tatsächlich mit Diphtheriebakterien in Kontakt, hat der Körper genügend Antikörper entwickelt und die Krankheit kommt nicht zum Ausbruch. Generell sollte die Impfung alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Diphtherie in Kombination mit Tetanus oder Keuchhusten geimpft wird. Das hat den Vorteil, dass sowohl die großen als auch die kleinen Patienten nur einmal Bekanntschaft mit einer Spritze machen müssen.

Diphtherie: Risikogruppen

Unter die Risikogruppe fallen Urlauber, die aus Ländern kommen, die als Gebiete mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko für Diphtherie gelten. Darunter fallen zum Beispiel Russland, vereinzelte Teile Afrikas, Afghanistan, Brasilien, die Philippinen und Indonesien. Eine weitere Risikogruppe sind natürlich auch Menschen, die in erster Linie medizinisch mit Infizierten in Kontakt kommen. Ebenso das Personal, das im Labor arbeitet, um Diphtherie-Fälle zu untersuchen. Auch Asylbewerber und Aussiedler, die aus den genannten Risikogebieten stammen, zählen zu den Risikogruppen.

Diphtherie: Homöopathie

Bei Krankheiten wie Diphtherie ist von einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln dringend abzuraten. Dies hat auch so die Deutsche Homöopathie-Union schriftlich festgelegt. Dafür ist die Gefahr zu groß, bei falscher Behandlung bzw. Medikation an einer Herzmuskelentzündung zu erkranken, die entweder bleibende Schäden am Herz verursachen kann oder im schlimmsten Fall sogar bis zum Herzstillstand führt.


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