Geburt: Gedichte zur Geburt

Auf dieser Seite findest du wunderschöne Gedichte und Verse von berühmten Personen oder aus dem Volksmund rund um die Geburt eines neuen Kindes.

Alle Gedichte zur Geburt


Geht leise -
es ist müd von der Reise,
es kommt von weit her.
Vom Himmel übers Meer,
vom Meer den dunklen Weg ins Land
bis es diese Wiege fand.
Geht leise!

   — Paula Dehmel
Klein ist mein Kind dein erster Schritt,
klein wird dein letzter sein.
Den ersten gehn Vater und Mutter mit,
den letzten gehst du allein.
Sei's um ein Jahr, dann gehst Du Kind
viele Schritte unbewacht.
Wer weiß, was es dann für Schritte sind
bei Licht und in der Nacht.
Tu kühnen Tritt, tu tapfern Schritt.
Groß ist die Welt - und dein.
Wir werden, mein Kind, nach dem letzten Schritt
wieder beisammen sein.

   — Albrecht Goes
Wie süss ist kleiner Kinder Art.
Die Haut ist lilienweiss und zart
und leuchtend strahlen im Gesicht
die Äuglein wie Vergissmeinnicht.

Wie Tulpenblätter rot und rund
so leuchtet weich der kleine Mund;
von Gott geformt, so zauberhaft,
wie keines Menschenhand es schafft.

Und von der Rose rotem Prangen,
haucht Gott den Schmelz auf zarte Wangen,
dass sie erblühen, sanft und weich,
ein Schimmer wie vom Himmelreich.

Zwei Winden nahm der Schöpfer schnell
sich zum beglückenden Modell,
um dann mit seinen Zauberhänden
die kleinen Ohren zu vollenden.

Und weiter schuf er, dass das Schöne
das süsse Köpfchen herzlich kröne,
aus gold'nem Blütenstaub das Haar;
So sonnig weich und wunderbar.

Die Tausendschönchen - man kann es sehen-
nahm er für Fingerchen und Zehen.
Und bei dem Mädchen denkt man gleich
an Schneeglöckchen so zart und weich.

Gott schuf die Welt, in der wir sind,
mit überleg'nem Schöpfergeist.
Doch was seine Kunst am meisten preist:

Das ist ein Kind!
Durch die Sternenwelt hoch oben am Himmelszelt,
schauen die Schutzengel auf uns herab.
Und viele eilen und schweben zur Erde,
sie schützen und führen dich am Tage und bei Nacht.

   — Maria Handke
Eh man auf diese Welt gekommen
und noch so still vorlieb genommen,
da hat man noch bei nichts was bei;
man schwebt herum, ist schuldenfrei,
hat keine Uhr und keine Eile
und äußerst selten Langeweile.
Allein, man nimmt sich nicht in acht,
und schlupp! ist man zur Welt gebracht ..

   — Wilhelm Busch

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